Reitkunst

Der Schlüssel zur gesunderhaltenden Gymnastizierung für unsere (Reit-)Pferde ist für mich die akademische Reitkunst. Seit vielen Jahren bin ich Schülerin von Bent Branderup (seit 2008) und Marius Schneider (seit 2011). Regelmäßige Fortbildungen sind für mich selbstverständlich – man lernt nie aus! Mit meinem Noriker habe ich erfolgreich die Bodenarbeits- und Longenprüfung sowie die Wappenträgerprüfung absolviert und bin Mitglied der Ritterschaft der akademischen Reitkunst .

Ich bilde meine Pferde und Schüler nach dem Konzept der akademischen Reitkunst am Boden und unter dem Sattel aus, blicke aber auch gerne nach links und rechts und bin offen für faire und pferdegerechte Konzepte.

Eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt, ist die Kommunkation zwischen Mensch und Pferd. Ich möchte zu einer guten Kommunikation zwischen beiden beitragen und meinen menschlichen Schülern beibringen wieso welche Reaktionen und Aktionen von der Seite des Pferdes stattfinden. Pferde sind Lebewesen mit sehr viel feineren Antennen als wir sie haben und wir können in jeder Situation von ihnen lernen.

Zur feinen Kommunikation zwischen Mensch und Pferd gehört auch die primäre Hilfe – der Reitersitz. Es ist die einzige Hilfe, die wir nicht aussetzen können als Reiter und im optimalen Fall erfolgt die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter nur durch diese Schnittstelle. Daher ist die Sitzschulung  des Reiters in meinen Augen besonders wichtig und nimmt im Unterricht einen hohen Stellenwert ein. Ähnliches gilt für die Körpersprache bei der Arbeit vom Boden aus.

Als Osteopathin und Biologin berücksichtige ich immer die Biomechanik bei der Gymnastizierung des Pferdes. Dabei spielt das Individuum die wichtigste Rolle. Ganz essentielle Gedanken sind für mich: Was kann dieses eine Pferd in seinem jetzigen Zustand umsetzen? Welche Übung/Lektion ist in in diesem Moment/Lebensabschnitt sinnvoll um dem Pferd zu helfen? Nie dürfen wir Alter, Trainings- und Gesundheitszustand sowie den mentalen Zustand unseres Pferdes außer acht lassen. Diese Gedanken sollten im übrigen auch immer auf uns Menschen angewendet werden!

 

Hippomorpha